discourse-machine II: Kulturforum Dialog




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Jane J.
Was macht einen Platz aus?
Alle Versuche, das Kulturforum zu gestalten, drehen sich auch um die Frage, welche Funktionen hat ein Platz, welche Proportionen, wie groß darf er sein, wie belebt muß er sein? Das heutige Senatskonzept auf der Basis des Entwurfs von Sattler versucht, den großen Raum in mehrere kleine aufzuteilen. Dagegen sah das alte Leitbild, welches dem Planwerk in seiner ursprünglichen Fassung zugrunde lag, eine große grüne Mitte vor.
Der Sinneswandel wird u.a. mit der Notwendigkeit begründet , der St. Matthäuskirche wieder einen gefassten Platz als Umfeld zu geben. Um den historischen Platz mehr oder weniger wiederzugewinnen, wird jedoch in Kauf gewonnen, daß der restliche Raum unproportional und wenig attraktiv wird. Zwischen westlicher Kirchplatzrandbebauung und Potsdamer Straße bleibt ein langer Schlauch über, laut und wenig attraktiv. Seine einzige Funktion ist die, eine Blickbeziehung zwischen Nationalgalerie und Phliharmonie offen zu lassen. Das erscheint mir ein bißchen wenig.
Der historische Kirchplatz war ein Lichtung in einem dicht bebauten Wohnviertel, war der Treffpunkt der Gemeinde vor ihrer Kirche. Heute kann er beides nicht mehr sein. Funktion und Charakter der Bebauung haben sich geändert, eine Kirchengemeinde im klassischen Sinn gibt es nicht mehr. Der Sattlerentwurf stellt einen Raumteiler in den heutigen offenen Raum und schafft so eine Platzkulisse ohne Inhalt.
Die ev. Kirche hat auf den Nutzungswandel reagiert, und ihrer Kirche einen neuen Inhalt gegeben. Als Kulturstiftung ergänzt sie die anderen Angebote, die in den Solitären rund um den Platz stehen. Also macht es Sinn, auch das Gebäude als Solitär zur Geltung zu bringen und es nicht mit potemkinschen Stellwänden zu umgeben.
Das alte Leitbild der grünen offenen Mitte wollte die Solitäre der bedeutenden Gebäude ringsum zur Geltung bringen und in der Mitte einen offenen nutzbaren Raum schaffen. Im Nutzungs-Forum sind schon viele gute Vorschläge gemacht worden. Aber auch die anliegenden Kultureinrichtungen könnten sich mit Ausstellungen und Konzerten beteiligen.
Die jetzigen Mängel des Raumes sind vor allem durch den Verkehr bedingt. Obrirdisches Parken verschandelt zur Zeit die Kirche. Der ganze Raum wird durch viele, zu breite Straßen zerschnitten.
Unter dem Sony- und Daimler-Komplex befinden sich tausende von Stellplätzen. Deswegen bräuchten im Kulturforum selbst keine privaten Parkplätze mehr zu sein. Seit der Öffnung der Entlastungsstraße ist auch die Scharounstraße überflüssig. Dies wurden auch in Verkehrsgutachten nachgewiesen.
Wenn man den Rasen am nördlichen Ende des heutigen Baumhaines bis an den Kammermusiksaal ziehen würde, könnten z.B. die Ensembles der Philharmoniker dort Konzerte geben und unten könnte das Volk zuhören.

Wieviel Bebauung rund um die große Mitte noch wünschenswert und finanzierbar ist, kann man dann in aller Ruhe klären.
Plätze, die ihr Umfeld und ihren sozialen Inhalt verloren haben, braucht keiner mehr. Sie zu rekonstruieren, ist sinnlos. Stattdessen sind neue Plätze für neue Aufgaben zu schaffen, für das neue soziale Feld, das hier entstanden ist.




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Info zum Artikel
Von: Jane J.
Thema: Städtebaul. Leitbild
11.07.2004 | 14:29
Artikel-Nr.: 221

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