discourse-machine II: Kulturforum Dialog




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Prof. H. Kendel
Vorschlag Teil-AG1
Die Idee: Wir wollen nicht ohne Not das Besondere dieses aus der Gedankenwelt der 60iger Jahre stammende "städtebauliche Ensemble, das einen historischen Wert besitzt und für die Besucher und die Bewohner der Stadt einen Denkmalwert hat" (Zitat Sylvia Stöbe), verwässern oder zerstören.
Die Weiterentwicklung

Die Autos wollen wir alle unter die Piazzetta räumen, wo sie hingehören und wo bereits reichlich Platz für sie gebaut ist. Die Zufahrt von der Tiergartenstraße und die Vorfahrt zu den Museen von ebenda sollen endlich freigegeben werden, damit das Forum selbst von Autos weitgehend befreit wird.

Statt der Autos wollen wir mehr Menschen ins Forum locken und zwar durch folgende Maßnahmen:

1) Anbindung des Tiergartens über eine leichte Fußgängerbrücke zur Nordwestecke der Piazzetta, hinein ins Kulturforum. (Stützen gibt es bereits entlang und über der oben erwähnten, bereits vorhandenen, nordwestlichen Einfahrt zur Eingangshalle der Museen. Klare Fußgängerverbindung zum Potsdamer Platz - und durch die Staatsbibliothek hindurch - zum Marlene-Dietrich-Platz. In diesem Zusammenhang soll die Potsdamer Straße, da wo sie in den Potsdamer Platz einbiegt, auch eine entsprechende und eindeutige Ab- oder Einbiegung zum Kulturforum (und zur Tiefgarage der Philharmonie und der Museen) erhalten. Im Brennpunkt dieser Y-Kreuzung (ein Kreisel wäre zu aufwendig) soll ein wohlgestalteter Platz mit dem Osteingang in die Philharmonie entstehen. Nach Entlastung der Potsdamer Straße durch den Nord-Süd-Tunnel sollen im "Tal" von Scharoun Fußgänger und Autos gemeinsam "fließen".

2) Das Kulturforum soll entsprechend der "Stadtlandschaftsidee" als eine Fortsetzung des Tiergartens (und der breiten Allee von Hilmer und Sattler, die zum Potsdamer Platz führt,) gut durchgrünt werden. Der neue Philharmonie-Platz soll schattige Bäume erhalten, der sich zum Tiergarten hin öffnende Kirchplatz soll durch Bäume rechts und links gefasst sein, die Piazzetta soll in den seitlichen, vertieften Bereichen große Bäume erhalten, sie selbst soll als Liege- und Sitzwiese begrünt werden (mit schönem Serpentinenweg zu den Eingängen von Eingangshalle und Kunstgewerbemuseum). Sowohl die Begrünung zwischen Sigismundstraße und Kunstbibliothek, als auch zwischen Kunstgewerbemuseum und Philharmonie muss erhalten und weiter gepflegt werden (keine eingeklemmten Gebäude!).

3) Auf dem nun von Autos befreiten Kirchplatz, der "Piazza", dem eigentlichen Mittelpunkt des Kulturforums, sollen nun vielfältige Kulturveranstaltungen, die dem Anspruch dieses Ortes gerecht werden, stattfinden. Die Menschen können im Gras der Piazzetta sitzen und zuschauen oder mitmachen. Da sich der Kirchplatz zum Tiergarten hin leicht öffnet, werden auch die Leute dort neugierig und wollen auch dazukommen. Dann kann auf den Terrassen der Piazzetta, da wo z.Z. die provisorische Essbude steht, auch ein Café/Restaurant/ Weinstube tragfähig betrieben werden. Vor und nach dem Konzert werden auch manche Philharmoniebesucher dort sitzen. Dann würde auch das sogenannte Gästehaus als leicht ausgeschwenkte Ostwand des Kirchplatzes mit Informationszentrum, Kartenverkauf, Läden, weiteren Cafés, Ausstellungen und Gästezimmern Sinn machen und in der Tat zur weiteren Belebung beitragen. Das Erdgeschoß wäre von der Potsdamer Straße her durchlässig wie ein Basar.

4) Die Blickverbindung zur Nationalgallerie ist durch die Lücken zwischen Kirche und Gästehaus und durch das "Tal" der Potsdamer Straße viel
interessanter, als durch Leere oder "Wäldchen".

5) Die Eingänge der Museen und der Osteingang der Philharmonie sollen durch gut sichtbare, leichte und aufregend gestaltete Licht-Strukturen, z.B. mit elektronischen Plakaten der jeweiligen Ausstellungen oder Veranstaltungen bzw von Konzerten oder Festen, hervorgehoben und vor allem für die Leute die vom U-, S-Bahnhof Potsdamer Platz kommen, weit sichtbar gemacht werden. Diese Bilder sollen im Rahmen einer angemessenen Werbekampagnie auch wiedererkennbar in Presse, Fernsehen, in der U-Bahn und durch Plakate in der Stadt erscheinen. Vielleicht könnten Fahnen oder Plakatbilder mit solchen Inhalten auch sonst im Kulturforum stehen (als eine Art Identifikationsmerkmal dieses Ortes).

Wie kann der Konzeptplan die Idee unterstützen?

Der Konzeptplan des Senatsbaudirektors kann diese Idee unterstützen, indem er all die aufwändigen Neu- und Anbauten, den teuren Abriss der Parkgarage, des Vortragssaals und der Ausstellungsräume der Museen unter der Piazzetta und die teure Neuplanung und die noch teureren Ersatzbauten der zuvor abgerissenen Teile einspart, so wie es der Haushaltslage des Senats angemessen ist. (Dann hätte auch der Bund der Steuerzahler und der Bundesrechnungshof nichts zu rügen).

Teil der AG1 (Hermann Kendel, Berlin, Leo Schneidewind, New York)


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Die Piazetta muss abgerissen werden!


Kommentare

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Kritik von Politekt
11.07.2004 | 15:34
Ich bleibe dabei: Die Piazetta muss weg!
In meinem Beitrag dazu  Link hatte ich mehrere Gründe aufgezählt, warum ich den Senatsvorschlag gut heiße, die Piazetta abzureißen. Dass man den Parkraum evtl. gut gebrauchen kann, macht den Platz selbst in keinster Weise benutzbarer. Ich kann daher diesem Vorschlag von Hermann Kendel und Leo Schneidewind keineswegs zustimmen und bitte dies in einer entsprechenden Stellungnahme an den Senat zu berücksichtigen. Man sollte doch bitte auch die Bewertungen der Beiträge hier im Forum beachten.
Antwort von Moderation
11.07.2004 | 16:56
Hallo Politekt,
Wir geben Ihre Meinung zur Piazetta sehr gerne an die Senatsverwaltung weiter.
Dazu bräuchten wir eine kurzen Text, der Ihre Argumentation zusammenfasst und die Stichworte aus Ihrem verlinkten Artikel in Zusammenhang setzt.
Bei den Zusammenfassungen geht es nicht um die Darstellung einer einheitlichen Meinung. Die Gleichrangigkeit verschiedener Haltungen, die nachvollziehbar dargestellt werden, ist entscheidend.

Mit freundlichen Grüßen
Wiepke van Aaken (Moderation)
Kommentar von Verena
11.07.2004 | 18:57
Zustimmung zum Politekten!
Sehr geehrte Moderation,
der Artikel des Politekten  Link spricht mir aus der Seele und dort ist auch schon alles wunderbar zusammengefasst. Warum kann dieser Vorschlag nicht einfach eingereicht werden?
Grüße von Verena
Kommentar von Moderation
11.07.2004 | 20:00
Hallo Verena,
Politekt hat in seinem heute eingestellten Artikel eine Zusammenfassung versucht, die wir an die Senatsverwaltung weitergeben werden. Der Abriß der Piazetta wurde dabei berücksichtigt.

mit bestem Gruß
Wiepke van Aaken (Moderation)
Kommentar von eastbroadway
12.07.2004 | 04:56
ich warte noch auf surisu
hallo politekt und verena, zu lustig dasz ihr ploetzlich hier endlich als kommentatoren auftaucht, haettet ihr der einladung zur ag1 gefolgt und mal mitgemacht, waeren eure gedanken bestimmt auch beruecksichtigt worden,
peinliche aktion, aber ich warte ja noch auf surisu.
Kommentar von Prof. H. Kendel
12.07.2004 | 10:36
"Die Piazzetta muß weg?"
Schade, dass Politekt die Chance nicht wahrgenommen hat, diese Frage mit uns anderen letzten Freitag auszudiskutieren. Wir, die Steuerzahler, haben Millionen ausgegeben, die Piazzetta und die unmittelbar angrenzenden Eingangshallen der verschiedenen Museen zu errichten. Noch bevor die Baulichkeiten beendet sind, noch bevor wesentliche Teile überhaupt freigegeben worden sind, wollen Sie vor-verurteilen und auf Grund solcher Vorverurteilung weitere viele Millionen an Sreuergeldern ausgeben, um alles wieder abzureißen. Sehr sonderbar! Und nicht ernsthaft nachvollziehbar!

Das Berliner Schloß hat wenigstens eine ganze Zeit gestanden, bevor eine auch nicht ganz vorurteilsfreie Verwaltung es eingerissen hat. Viele Wettbewerbe für eine "Neuordnung" waren erfolglos. Heute gibt es viele Bürger (und eine neue Regierung), die das Schloß wiederaufbauen wollen.

Dass Ihnen die Piazzetta so nicht gefällt, ist völlig in Ordnung, aber dass Sie sie deshalb gleich einreißen wollen, finde ich nicht besonders umsichtig, ist das nicht sogar ein wenig selbstherrlich?

Hermann Kendel
Kritik von Verena
12.07.2004 | 10:39
Die Sache mit den AGs
Hallo eastbroadway,
ich hatte diesen Online-Diskurs nicht so verstanden, dass Vorschläge nur berücksichtigt werden, wenn man sich einer AG anschließt. Was für einen Sinn soll dann auch diese Plattform haben?!?
Ich persönlich finde die Idee mit den AGs nicht gut und habe mich deshalb dort nicht gemeldet. Ich möchte eine öffentliche Diskussion führen und nicht mit privaten E-Mails an allen anderen Teilnehmern vorbei Vorschläge ausarbeiten. Das kann man auch wunderbar hier und der Sinn dieser AGs erschließt sich mir daher nicht.
Deshalb ist das keine "peinliche Aktion", sondern eine klare Entscheidung für diese Online-Diskussion und gegen nicht-öffentliche AGs.
Verena
Kommentar von Moderation
12.07.2004 | 14:45
Das Diskussionskonzept
Hallo Verena,
Hallo eastbroadway,
wir haben mit der Bildung der vier verschiedenen AGs den Versuch unternommen, mit einer weiteren Ebene eine ergebnisorientierte Ausarbeitung konkreter Vorschläge zu ermöglichen. In diesem Sinne erschien uns der Austausch der Teilnehmer via E-Mail sinnvoll, da so das gemeinsame Arbeiten an Texten vereinfacht werden sollte. Unsere Absicht war nicht, eine Parallel-Diskussion zum Online-Forum zu eröffnen. Vielmehr stand auch hier das vernetzte Arbeiten im Vordergrund. Alle Beiträge aus den AGs werden auch im Forum wieder zur Diskussion gestellt, um so dem erklärten Ziel einer allumfassenden Ideefindung zu entsprechen.
Somit war es natürlich nicht zwingend, sich an den AGs zu beteiligen, damit die Vorschläge berücksichtigt werden. Die ausformulierten Endvorschläge können sehr wohl auch abseits der AGs direkt im Online-Forum zur Diskussion gestellt werden.

Beste Grüße,
Wencke Hertzsch (Moderation)
Kritik von Verena
12.07.2004 | 17:27
Noch mal: AGs
Auch wenn es nicht "zwingend" war, bei einer AG mitzumachen, so habe ich hier doch den Eindruck gewonnen, dass die AG-Vorschläge mehr zählen, als die bewerteten Artikel. Aber gerade die Bewertung durch die Teilnehmer war doch eine gute Lösung, woran man sehr schön sehen konnte, wie viele Leute welchen Vorschlag hoch bewerten. Also warum dann noch AGs, die nur eine Teilmeinung von einigen Wenigen darstellen?
Kommentar von Jane J.
12.07.2004 | 18:21
Keine neuen Tiefgaragen und Parkhäuser
Der Ruf nach neuen Tiefgaragen, Parkhäusern etc. wie auch der Freimachung des Depots des Kunstgewerbemuseums ist mir gänzlich unverständlich. Unter dem sony- und debis-Komplex sind Tausende von Parkplätzen, abends gibt es auch einen Extratarif. Von Sony zur Philharmonie rüberzulaufen, ist nun wirklich nicht weit.
Warum menen in (West-) Berlin so viele, das Umsonstparken vor der jeweiligen Haustür ein unveräußerliches Bürgerrecht ist?
Kommentar von Moderation
12.07.2004 | 18:22
Abgleich ist notwendig
Hallo Verena,
ich freue mich über den klärenden Hinweis.
Die Zwischenschritte der Bildung der AGs und deren Zusammenfassung waren deswegen notwendig, um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, die gesammelten Ideen mit eigenen Worten zusammenzufassen und natürlich, um eine eventuell auftretende Parteilichkeit der Moderation zu vermeiden.
Sie machen mich auf einen wichtigen Aspekt aufmerksam. Für den Abschluss der ersten Online-Phase werde ich natürlich noch einmal abschließend die Bewertung durch die Teilnehmer mit den bereits eingegangenen ausformulierten Konzeptvorschlägen vergleichen und gegebenenfalls Ergänzungen vornehmen, um so zu gewährleisten, dass keine Ideen unter den Tisch gefallen sind.
Die Gesamtzusammenfassung der Moderation wird zum gegebenen Zeitpunkt online gestellt.

Beste Grüße,
Wencke Hertzsch (Moderation)
Kommentar von eastbroadway
12.07.2004 | 19:25
hallo verena
natuerlich kann dich niemand zur teilnahme an der ag zwingen, aber wenn du dich so entschliesst dann lasz es doch die anderen auch wissen, insbesondere wenn z. b. herr kendel dich "persoenlich" anschreibt,
und sei es nur der hoeflichkeit halber.
fuer's naechste mal,
und es bleibt ne peinliche aktion.
Antwort von Moderation
12.07.2004 | 22:26
neue Dialogformen
Hallo eastbroadway,

grundsätzlich ist es doch toll, dass wir hier an einem Dialog teilnehmen, wo der NewYorker mit der Berlinerin sprechen kann und das Ergebnis sogar in politische Entscheidungsabläufe eingeht.

Und ich denke, dass angesichts der Neuartigkeit dieser ergebnisorientierten Foren mit Vorwürfen vorsichtig umgegangen werden sollte. Zum Beispiel ist es auch wichtig, den selbstbestimmten Grad an Anonymität zu wahren, und das ist per e-mail ja nicht so einfach.

Ich freue mich jedenfalls, dass diese Frage indirekt wieder zu einer regen Diskussion geführt hat.

Viele Grüße
Hans Hagedorn (Late-Night Moderation :-)


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Info zum Artikel
Von: Prof. H. Kendel
Thema: Nutzungsvorschlag
11.07.2004 | 14:43
Artikel-Nr.: 222

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