discourse-machine II: Kulturforum Dialog




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Politekt
Versuch einer Zusammenfassung der Online-Diskussion
So wie ich die Diskussion in diesem Forum bislang verfolgt habe, ergeben sich einige klare und einige weniger eindeutige Forderungen der Mehrzahl der Forumsteilnehmer an den Senat. Ich will mal den Versuch einer Gesamtzusammenfassung wagen und bin auf Kritik gefasst.
In meinen anderen Beiträgen vertrete ich natürlich einen subjektiven Standpunkt als Bürger Berlins. Dennoch will ich hier eine möglichst objektiv nachvollziehbare Interpretation der Forumsdiskussion wagen:

1) Den Kommentaren und Bewertungen glaube ich entnehmen zu können, dass die Mehrzahl der aktiven Forumsteilnehmer einen großen Bedarf empfindet bei der Klärung der Fragen
a) wie schafft man Plätze, die zum Verweilen einladen und vielfältigen Nutzungen offen stehen und
b) wie gestaltet man Wege, die das Areal in das Umfeld (v.a. Potsdamer Platz und Tiergarten) einbinden und die die Solitäre miteinander auf optimale Weise verbinden.
Auch wurde die Forderung vertreten, sich besonders um die Eingangsbereiche sowohl des Forums insgesamt als auch der einzelnen Gebäude zu kümmern, um diese klarer erkennbar und einladender zu gestalten.
Hier gibt es nun eine ganze Reihe von Lösungsansätzen die zT sehr kontrovers diskutiert wurden. Eine Mehrheit scheint zB für den Abriss der Piazetta zu sein und für eine klare Wegeführung.
Der hoch bewertete Kreiselverkehr-Vorschlag des Prof. Braunfels könnte zwar an den Kosten scheitern, dennoch scheint das Votum sehr klar, insbesondere für die Straßenführung Lösungen zu entwickeln, die sowohl dem Areal als auch der Einbindung in die angrenzenden Bereiche gerecht werden. Hier sollte der Senat in seinen Planungen also sehr viel mutiger vorgehen.

2) Zur Frage der Bebauung scheint es ein sehr uneinheitliches Bild zu geben. Fordern die einen, dass man höchstens noch ein einzelnes Gebäude aus dem Scharoun-Plan verwirklichen möge, treten die meisten anderen für eine mehr oder weniger dichte Zusatzbebauung ein. Hier dürfte das Abgeordnetenhaus am meisten gefordert sein, eine für möglichst alle involvierten Interessen akzeptable Lösung zu schaffen. Weitestgehend unstrittige Bebauungen sowie bauliche Maßnahmen, die explizit die Platz-und-Wege-Frage adressieren sollten daher vorangig berücksichtigt werden, es sei denn man folgt der Radikalforderung, dass sich (fast) nichts ändern dürfe.

3) Was die Nutzung des Kulturforums anbelangt, haben Vorschläge zur einer kreativen Belebung des Areals durch Aktionen aller Art viel Lob erhalten. Es wurde zur Unterstützung entsprechender bereits bestehender Initiativen durch den Senat aufgerufen. Dies hängt aber ebenfalls stark von einer Lösung der Platz-und-Wege-Frage ab, da nur vielfältig nutzbare Plätze, die auch erreichbar sein müssen, solchen Aktionen den nötigen Raum geben.

4) Schließlich wurde ein "Marketing"-Konzept gefordert, da weder die physischen Grenzen des Forums erkennbar sind, noch eine "Cultural Identity" ausgemacht werden kann, die dem Areal insgesamt eine Bedeutungsaufwertung ermöglichen würde. Das Ziel könnte sein, dass man die Abendgestaltung mit dem Satz beginnen könnte "Heute abend zum KulturForum!" - und jeder eine Vorstellung davon hat, was einen dort erwartet. Eine Website wurde vorgeschlagen, Beflaggungen an den Zufahrtsstraßen, ein zentraler Info-Stand sowie ein einheitliches Marketing unter dem Namen (der Marke, wenn man so will) "KulturForum" [sic! s.u.]*. Was mit dem MoMA möglich war sollte doch auch für das ganze Areal gelingen.

Soweit meine Zusammenfassung, die natürlich vor Kritik nicht gefeit ist. Aber so wie ich dieses Forum verstehe, soll hier nicht die Arbeit des Abgeordnetenhauses vorweggenommen werden. Vielmehr soll ein Eindruck des Diskussionsstandes vermittelt werden, der nach Möglichkeit in den Planungen berücksichtigt werden sollte, will man einen möglichst breiten Konsens erreichen. Aber die Arbeit und Verantwortung zu einer Entscheidung zu gelangen, kann den Damen und Herren Abgeordneten natürlich keiner abnehmen...


* Die Schreibweise "KulturForum" würde einerseits einen Aufbruch zu etwas neuem markieren und andererseits den Forumsgedanken der Kultur gleichwertig zuordnen. (Dies als persönlicher Vorschlag am Rande)


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Das Hauptproblem ist die Straßenführung
Braucht das Kulturforum eine Werbekampagne?


Kommentare

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Lob von surisu
11.07.2004 | 19:08
Schwerpunkt auf Punkt 3 und 4 legen
Dies ist sicherlich eine subjektive und etwas grob forumlierte Zusammenfassung, allerdings werden gerade durch solche Betrachtungsweisen manche Dinge klarer. Insbesondere möchte ich mich dem Punkt 4 anschließen. Das KF braucht dringend eine Identität, die über die rein architektonische Lösung hinausgeht, das heißt: Marketing, Veranstaltungen, Infostand etc. Dazu beitragen würden auch die in Punkt 3 angeführten Aktionen, die dem Platz ein "Herz" verleihen würden. Gerade diese beiden Aspekte sollten schwerpunktartig diskutiert werden.
Die besten Grüße, surisu
Antwort von Politekt
11.07.2004 | 20:30
Zusammenfassungen sind meistens grob
Hallo Surisu,
Natürlich ist meine Zusammenfassung grob und ein wenig "aus dem Bauch heraus" ohne jede einzelne Zeile mit einem Link zu einem Artikel belegen zu können. Ich habe einfach versucht, meinen Eindruck der Gesamtdebatte zu schildern und dabei möglichst vielen Positionen (auch aus den Kommentaren) zu berücksichtigen.
Meine Zusammenfassung ist daher auch keine Sammlung von möglichen Einzelmaßnahmen, sondern eher der Hinweis an den Senat, welche Punkte m.E. offensichtlich von Bedeutung sind - legt man die Diskussionen in diesem Forum zugrunde.
Kommentar von surisu
12.07.2004 | 22:34
Schreibweise / Namensfindung
Die Schreibweise KulturForum (mit großem F) gefällt mir. Wenn man dazu den Gedanken mit dem leuchtenden "KF"-Schriftzug wieder aufgreift, würde das sehr gut dazu passen.  Link An einer weiteren Stelle hier im Forum ist mir noch ein anderer Namensvorschlag aufgefallen: "Forum der Kultur". Der klingt etwas erhabener als einfach nur Kulturforum.

Vielleicht könnte man mögliche Namen für das KF durch eine Bevölkerungsumfrage ermitteln (ähnlich wie beim Hauptbahnhof/Lehrter Bahnhof)?
Kommentar von Stuewel
12.07.2004 | 22:44
Llan-fair-pwll-gwyn-gyll-goger -y-chwyrn-drobwll-llan-tysilio -gogo-goch
na beim Hauptbahnhof/Lehrter Bahnhof ist das je gerade schief gegangen, weil bestimmte Leute einen Namen bestimmen wollten, und die Bevölkerung dann nicht folgen wollte :-)

Ich würd die Leute eher dazu einspannen, dort Kultur zu leben.

"Llan-fair-pwll-gwyn-gyll-goger-y-chwyrn-drobwll-llan-tysilio-gogo-goch" ist übrinx der längste Bahnhofsname der Welt  Link
Vorbild für's Kult-Forum?


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Von: Politekt
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11.07.2004 | 17:29
Artikel-Nr.: 223

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