discourse-machine II: Kulturforum Dialog




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Politekt
Das Hauptproblem ist die Straßenführung
Die derzeitige Straßenführung fügt sich nicht ins Stadtbild und führt die Menschen am Kulturforum vorbei, statt ins Kulturforum hinein.
Der beratende Architekt Braunfels hat einen Vorschlag unterbreitet, der - zumindest, was die Straßenführung anbelangt - mich sehr überzeugt hat. Statt der derzeitigen schrägkrummen Straßenführung wird eine jeweils gerade Verlängerung der Potsdamer Straße aus Richtung Potsdamer Platz und von der Brücke aus vorgeschlagen. Die dadurch notwendige Gelenkverbindung wird elegant über einen Kreisverkehr gelöst, der organisch verschiedene Zufahrten zu den einzelnen Gebäudekomplexen ermöglicht ohne den Fließverkehr zu beeinträchtigen.

Auf diese Weise würden die vorhandenen Bauwerke eingebettet ohne eingeengt zu werden.

Allerdings bin ich noch nicht überzeugt von seinem Vorschlag der verdichtenden Bebauung und insbesondere vom Hochhaus auf der Piazetta.

Übrigens (aber da besteht wohl Konsens) - die Piazetta gehört im wahrsten Sinne des Wortes dem Erdboden gleich gemacht!


Verknüpfungen des Teilnehmers
Das 'Tal' von Scharoun
Wo sind Städtebauliche Mängel?
Hier gehört ein Kreisverkehr hin
Zusammenfassung der ersten Tage im Kulturforum-Dialog
"ein übergreifender Platz als Forum"


Verknüpfungen anderer Teilnehmer
Wo befinden sich Schnittstellen zwischen der Online-Diskussion und dem Konzeptplan des Senats?
Nochmals: Scharoun
Ein Hoch auf die Braunfels Vision!
Kulturforum als Ort der kulturellen Begegnung
Countdown läuft
Versuch einer Zusammenfassung der Online-Diskussion
Skizze 2 : Straßenführung

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Kommentare

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Kommentar von Fudan
17.06.2004 | 20:39
Sehr richtig!
Wieso haben denn alle immer Angst vor Hochhäusern? Geschickt und gekonnt modelliert sind das vorzügliche Landmarken.

Grundsätlich gilt für die detailierte Architektur im Braunfels-Plan natürlich eher Zurückhaltung, oder respektvolles " in die zweite Reihe treten", hinter die Philharmonie, die Nationalgalerie und (ich sag es immer wieder) die Staatsbibliothek (Vergesst mir die Staatsbibliothek nicht)

Zurückhaltend aber nicht langweilig, und vor allem: Bitte keine "Investoren-Architektur" a la Friedrichstrasse, hier insbesondere neue Teil am Internationalen Handelszentrum.. der Rest ist ganz o.k. es grüßt: Fudan
Kommentar von Verena
17.06.2004 | 20:52
Aber nicht so wie beim Potsdamer Platz!
Gegen ein Hochhaus spricht prinzipiell nichts, aber es sollte auf keinen Fall so ungemütlich werden wie beispielsweise im SONY-Center. Mehrere Cafes und eine insgesamt ruhigere Atmosphäre fände ich gut, das würde auch besser zum Begriff "Kulturforum" passen.
Fragestellung von Moderation
17.06.2004 | 22:38
Was sind mögliche Kritikpunkte am Entwurf Braunfels?
Hallo "Politekt",
vielen Dank für Ihren Beitrag. Wie man Ihrem Artikel und den diversen von Ihnen gesetzten Kommentaren entnehmen kann, sind Sie ein großer Verfechter des Entwurfs von Braunfels.
Gibt es auch Kritikpunkte, die an diesem Entwurf formuliert werden können? Wenn ja, welche sind es?

Wencke Hertzsch (Moderation)
Antwort von Politekt
17.06.2004 | 23:59
Was für mich am Braunfels-Konzept entscheidend ist,
ist die Straßenführung. Zur übrigen von ihm vorgeschlagenen Bebauung habe ich wie gesagt noch keine feste Meinung. Um den Solitärcharakter der vorhandenen Bauwerke nicht zu beeinträchtigen könnte ich auch damit leben, wenn nur die Staßenführung angepasst wird. Alles andere müsste man dann im Detail sehen. Wobei es aber in der einen oder anderen Form eine ergänzende Bebauung zur Unterbringung von Gastronomie etc. geben sollte. Mein Kritikpunkt an der derzeitigen Planung - um das nochmal zu betonen - liegt aber an der Idee, die schrägkrumme Straßenführung so zu belassen wie sie ist.
Kommentar von agru
28.06.2004 | 23:23
weitere Straßen und Orte für weitere kulturelle Angebote
1. Straßenführung vom Kreisel zum nördlichen Bogen des Kirchplatzes... um Besucher, per Auto oder zu Fuß von der Phil zum historischen Kern (Kirche u. Platz) zu leiten.
2a. Dann im selben Winkel eine Straße über den bisherigen Museumsplatz hinweg nach Nordwesten führen... um Besucher, etc. dritten Höhepunkt zu führen. An dieser Straße westlich des Kunstgewerbemuseums könnten Cafés, Galerien, Buchläden, Kneipen, Wohnungen entstehen, und vieleicht auch noch ein kleinerer Platz oder soetwas ähnliches wie diese (nicht gerade schönen) Bühnen in Kurorten, um anderen kulturellen Veranstaltungen einen Ort zu geben
2b. an sich wie 2a, nur das ein Straßengeviert um das Kunstgewerbemuseum herumgeführt wird.
Kommentar von agru
28.06.2004 | 23:26
zu oben 2a
es könnte am Ende ein repräsentativer Eingang entstehen. Das würde das Areal von Nordwesten her erkennbar machen.

Gruß, agru
Kommentar von Michael Krauß
28.06.2004 | 23:50
Widerspruch
Ich bin nicht der Meinung, dass es jetzt vorrangig darum gehen sollte, sich um die Straßenplanung zu kümmern.
Antwort von Politekt
29.06.2004 | 16:13
Es müssen mehrere Dinge parallel passieren!
Hallo, natürlich ist die Straßenführung nicht das einzige Problem. Indes halte ich durchaus das Grundraster für eines der ganz wesentlichen Punkte, da die Gebäude der Straßenführung folgen - und meines Erachtens auch sollten.
Kommentar von eastbroadway
30.06.2004 | 03:06
strasse und forum
statt ueber das "forum", diskutieren wir hier eifrig eine strasse, ist das nicht ein widerspruch, es scheint mir das alle angst haben den buergersteig zu verlassen und den rasen zu betreten, als fuszgaenger ist es mir doch egal ob die strasse krumm oder gerade verlaeuft und durch eine gradlinige fuehrung wird sie auch nicht kleiner, was doch das eigentliche problem der potsdamer ist,
ich erkunde zufusz das forum und nicht mit dem auto, weshalb ich keine zusaetzlichen erschliessungen fuer das auto im forum haben will, die wild parkenden autos, wie auf dem titel der broschuere so schoen zu sehen, sind mir genug.
Kommentar von agru
30.06.2004 | 10:39
Zuspruch für Politekt
Der Kreisel bietet eine interessante und für manchen eine attraktive Eingangslösung aus Richtung des PP (Unterstützt durch eine angemessene Gestaltung des Kreiselmittelpunkts)

Meine vorgeschlagene Straßenführung soll das Gebiet städtischer strukturieren, es ist aber nicht unbedingt zwingend nötig, sie als Verkehrsstraßen zu realisieren, sondern als breitere Fußgängerwege in Erscheinung treten zu lassen... (kleine Fußgägnerpromenaden vielleicht). Dadurch wäre das Areal von Autos frei, Passanten und Fußgänger hätten nutzbare Wege zum Durchqueren, Besucher würden zu den wichtigen Orten geleitet, und vorallem im nordöstlichen Bereich westl. des Kunstgewerbemuseums wäre "für die Zukunft gedacht", falls es doch einmal nötig sein würde, befahrbare Straßen zu haben.
Kommentar von agru
30.06.2004 | 10:58
Grünflächen sind kein Augenschmaus
Sind der Rasen, und in dem Zusammenhang jegliche Grünfläche, denn überhaupt attraktiv genug, um sie zu betreten und zu genießen? Mir erscheinen sie zu fahl, einladend höchstens, um einen Trampelpfad heraus zu arbeiten, an den Autos vorbei und hindurch , wobei ich mich damit auf das Hauptareal um die Potsdamerund zur Piazetta hin beziehen möchte.
Über die landschaftsgärtnerischen Qualitäten des momentanen Forums ist hier noch nicht viel nachgedacht worden. Käme dem aber nicht eine hohe Bedeutung zu, entschiede man sich für eine Weiterentwicklung (nicht nur) nach Scharoun? Zudem, wie in der Broschüre zu lesen, wurde ja eine Qualifizierung des Areals durch derartige Manahmen in Angriff genommen, wenn auch nur teilweise umgesetzt.
Wo und in welchem Ausmaß auch immer, halte ich eine attraktive, begehbare und erlebbare Grünflächengestaltung für das KF ebenso wichtig wie die bauliche Gesatung. Sie sollte gerade in diesem Bereich nicht nur einfache Lückenfülleraufgaben übernehmen.
Kommentar von urbanist
05.07.2004 | 23:07
Durchbruch zum Marlene-Dietrich-Platz als neue Lebensader für das Kulturforum
Wenn hier über die Straßenführung und die Durchwegung im Kulturforum diskutiert wird, darf der Hinweis nicht fehlen, wie enorm wichtig die Wegeverbindung zwischen Marlene-Dietrich-Platz und Kulturforum - durch die Staatbibliothek hindurch - wäre. Diese Idee Renzo Pianos, die er weitsichtig bereits in seinem Masterplan formuliert hat, ist so genial, daß die verantwortlichen kulturschaffenden und -verwaltenden der 'Forumsinstitutionen' noch heute dankbar sein müßten. Statt dessen muß man sich jahrelang kopfschüttelnd eine Verhinderungspolitik ansehen. Es wird doch wohl möglich sein in einem solch riesigen Haus wie der Staatsbibliothek ein Konzept zu entwickeln, was eine öffentliche Passage im Erdgeschoß vereint mit wissenschaftlicher Arbeit in den oberen Geschossen. Im Centre Pompidou hat dieses Konzept schließlich auch funktioniert.
Dieses Haus mit seinem vorgelagerten Platz ist für mich übrigens der Inbegriff für Kultur!-Forum! schlechthin, als Antwort auf die oft gestellte Inhaltsfrage 'Was passiert eigentlich auf einem Kulturforum'. In Paris wird Kultur präsentiert, inszeniert, offiziell, spontan, erlebbar als Zuschauer und als Akteur, und das alles gleichzeitig - einfach klasse.
Kommentar von urbanist
05.07.2004 | 23:11
Hochhaus als wichtiger Zielpunkt in der Achse der Leipziger Straße
Noch ein Wort zu dem Hochhaus im Braunfels-Entwurf am Museumsplatz. Die Platzierung an diesem Platz ist exakt richtig und notwendig. Man stelle sich vor, man nähert sich von Osten entlang der Leipziger Straße dem Kulturforum und und hat als Zielpunkt immer diese Ortsmarkierung exakt in der Sichtachse. Das ist Städtebau, der über Regionalplanung hinausgeht, so sollte Stadtentwicklung betrieben werden. Die Baumasse sollte sinnvollerweise an einem Modell entwickelt werden.
Kommentar von Moderation
06.07.2004 | 13:23
Berücksichtigung der Kosten
Die Diskussion um die Veränderung der Straßenführung, wie bspw. im Entwurf von Prof. Braunfels vorgeschlagen, scheint nicht abzubrechen. Ich möchte noch einmal auf den Kostenrahmen hinweisen, der mit einer solchen Veränderung der Wegeführung verbunden ist (siehe auch Moderationskommentar zu Artikel Fudan  Link ).

Von der Senatsverwaltung habe ich diesbezüglich folgende Werte erhalten, die die Größenordnung der Kosten bildlich machen:

o ca. 1,3 Mio EUR Baukosten (Abbruch und Neubau einer Straße)
o ca. 6 Mio EUR Verlegungen von Leitungen (Hauptstraße mit Bündelung aller Medien)
o ca. 1 Mio EUR Planungskosten und Kosten für Maßnahmen während der Bauzeit

= ca. 8,3 Mio EUR Gesamtkosten

Es ist zu betonen, dass es sich bei den hier angegeben Summen lediglich um Richtwerte handelt. Eine genaue Kostenberechnung kann erst durch ein Ingenieurbüro bei Abfrage aller relevanten Verwaltungsstellen ermittelt werden.

Vor dem Hintergrund der knappen Kassen in Berlin eine beachtliche Summe, vor allem wenn man bedenkt, dass diese Straße erst Mitte der 90er Jahre neu gebaut wurde. Inwiefern die Kosten durch den Verkauf angrenzender, aufgewerteter Grundstücke gedeckt werden können, lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht abschließend sagen.

Ein verändertes Wegekonzept für das Kulturforum erscheint anhand der bisher geführten Diskussion notwendig. Ich möchte jedoch anregen, die Kostenfrage in der weiteren Debatte nicht außer Acht zu lassen.

Beste Grüße,
Wencke Hertzsch (Moderation)
Kommentar von Politekt
06.07.2004 | 18:45
Lob für die Moderation! Kompromissvorschlag
Ich bin beeindruckt, dass solche Informationen direkt aus der Verwaltung so ohne weiteres für die Diskussion bereit gestellt werden können. Daher Lob für die Moderation!

Solche Zahlen verfehlen aber natürlich ihre Wirkung nicht. Und wenn es letzten Endes heißen sollte "Schöne Idee mit dem Kreisel - aber zu teuer!" könnte ich schweren Herzens damit leben. Evtl. könnte man aber bei der geplanten Bebauung berücksichtigen, für spätere Generationen den Raum zu lassen, um den Kreisel vielleicht in 20 Jahren zwischen der dann bestehenden Bebauung zu realisieren...


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Von: Politekt
Thema: St?dtebaul. Leitbild
17.06.2004 | 18:09
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