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Prof. Niels Gutschow
Gedanken zu Hilmer&Sattler, Ortner&Ortner und Braunfels
Ich wünsche mir ein strenges Konzept, das die heterogenen Bauwerke zusammenbindet. Allein Hillmer&Sattler schaffen einen ruhigen, klaren Platz vor den drei Museen. Die "Torbauten" zum Sonycenter hin erscheinen mir zu hoch, behindern die Kommunikation zwischen Philharmonie und Staatsbibliothek und der Turm am Tor zur Piazetta erscheint mir ebenso zu massig. Das Hilmer&Sattler-Konzept bewahrt am besten das Eigenleben der Scharounschen Solitäre. Das kann man also für den Sharounschen Raum tun: ihn nicht weiter einschränken! Das bedeutet, dass der Straßenraum zur Tiergartenstraße hin NICHT gefasst sein sollte.
Zu den drei Gutachten, die die Ausstellung vorstellt: Ich konnte mich in wenigen Sekunden und ganz spontan für Hilmer&Sattler entscheiden und das kann ich jetzt bestätigen. Warum?

Der Entwurf versucht, den drei Elementen - Philarmonie, Kirche, Museen - sozusagen additiv gerecht zu werden. Der "übergreifende Platz" von Ortner&Ortner präsentiert eine neue Spange, die gar nicht erlebbar ist: sie läuft ins Leere. Wieder so eine "Idee", die niemals "Gestalt" werden kann. Braunfels präsentiert geradezu krampfhaft einen "Fokus", der die Philharmonie in ein strenges Konzert einbinden will. Ortner und Braunfels können sich immer noch nicht mit einem klassischen Kirchplatz anfreunden, erfinden deshalb vor lauter Angst "Verfremdungen". Allein Hillmer&Sattler schaffen einen ruhigen, klaren Platz vor den drei Museen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kollhoff mit einem architektonischen Konzept einer einheitlichen Platzumbauung gerecht wird. Womit ich sagen will, dass ich mir ein strenges Konzept wünsch, das die heterogenen Bauwerke zusammenbindet.

Auch der Kirchplatz ist "richtig" gefasst, weil er Brüche vermeidet und ganz konservativ Wände entstehen lässt. Das ist auch das Konzept, in dem die Scharounschen Solitäre ihr Eigenleben am besten bewahren.

Die "Torbauten" zum Sonycenter hin erscheinen mir zu hoch, behindern die Kommunikation zwischen Philharmonie und Staatsbibliothek. Der Turm am Tor zur Piazetta (welch schreckliche Bezeichnung der heutigen absurden Rampe!) erscheint mir ebenso zu massig. Und zur Tiergartenstraße hin sollte der Straßenraum nicht gefasst sein. Das würde die Philharmonie ebenfalls beeinträchtigen. Das kann man also für den Sharounschen Raum tun: ihn nicht weiter einschränken! Aber ihn vollenden, wie es offenbar die Scharounisten verlangen, erscheint mir albern. Weitere Solitäre wie etwa in Gestalt des ursprünglich geplanten Gästehauses würden alle derzeitigen Bemühungen konterkarieren.

Viele Grüße
Prof. Gutschow


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Ein Hoch auf die Braunfels Vision!
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Kommentar von agru
04.07.2004 | 16:15
Addition auf andere Weise...
nämlich durch landschaftliche Elemente. Sie möchten eine klare Verbindung der heterogenen Bauten. Die Umbauung nach H&S mauert sie aber doch erst recht zu. Ähnlich, wie die bisherige Piazetta die Gebäude zustellt und nicht verbindet.
Die Museen sollten zwar durch einen klaren Platz qualifiziert sein, doch meiner Meinung sollte dabei die Heterogenität auch an dieser STelle nicht verloren gehen. Baulich wird man das vielleicht schwer hinbekommen, aber mit gartenarchitektonischen Mitteln vielleicht doch, da es eine dritte Variante darstellt. Und dabei sowohl der Verdichtung als auch der Offentheit Rechnung tragen kann.
Plastisch zum Vorstellen vielleicht so: Den Platz sicher duch steinernde Materialien hervorheben. Zur Verbindung der beiden Räume Potsdamer und Museumsplatz aber Grünflächen so platzieren, das sie die Eingänge der Museen betonen und sichtbar machen. Man könnte die Grünflächen beidseits vor den einzellnen Eingängen von horizontal nach vertikal aufrichten, die Rasenanteile dabei in Stein auslaufen lassen, und dadurch "Tore" zu den Museen bilden. Die Steine/Mauern könnten aus dem jeweiligen Material bestehen, aus welchen das Bezugsgebäude gebaut ist. Also rötlicher Stein für das Kunstgewerbemuseum, gelblich für die Kunstbibliothek, usw. Und an diesen Wänden könnten dann in tollter Leuchtschrift die Museumstitel angebracht werden.
Letztlich kann man so auch den Kirchplatz mit den anderen Räumen verbinden. Ich finde die Ansicht, diesem historischen Areal eine angemessene Fassung zu geben gut. Warum nicht Historie walten lassen, wenn man sie neu interpretiert. So könnten die Randgebäude zur Kirche hin villenartig gebaut werrden. Kleinparzelliger also. Mit Blick zur STabi aber den Grünanteil wieder aufnehmen, der dort vorherrscht. Ich übertreibe mal, aber warum nicht die Gebäude aus östlicher Sicht im Wandgrün verstecken? Dadurch entwickelte man eine spannende Trennung ,die zugleich verbindend ist. Vorne (von der Kirche aus) hinein in die Vorkriegszeit, hinten hinaus in die 50/60 Jahre-Scharounwelt, mit Blick auf die Großstadtwelt des PP.


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Von: Prof. Niels Gutschow
Thema:
03.07.2004 | 15:53
Artikel-Nr.: 210

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